Die Familie von Bila

Um 1670 gehörte ein Teil des alten Sundhäuser Rittergutes Luidolfs von Sundhausen einer Familie Eckhardt. Die „Wohledle und Tugendhafte Jungfrau Magdalene Catherine Eckhardt“ wurde 1693 mit dem „Churfürstlich Brandenburgisch hochbestalten Adjudant“ Andreas Wummer auf diesem adligen Ritterhofe kopuliert, d.h. vermählt.

Der erste hier ansässige Bila war der Kammerjunker Heinrich Günther von Bila. Er nannte sich Erblehnsherr auf Wernrode, Hoppenrode, Elbingen und Sundhausen und starb 1738. Das Bilasche Gut in Sundhausen, damals 180 Morgen groß, war ein Teil des alten Stammgutes des Ritters Luidolfs von Sundhausen. Der Bilasche Gutshof war der mitten im Dorfe gelegene heutige Gutshof des Volkseigenen Gutes.

Heinrich Günthers Sohn war der Major Georg Karl von Bila, 1728 in Sundhausen geboren. Er hat hier lange als Gutsbesitzer gewirtschaftet.

Dessen Enkel Rudolf Bodo von Biela lebte von 1790 bis 1860. Er besaß 554 Morgen Land. Er wird Leutnant genannt und hat der Sundhäuser Kirchenkasse 120 Taler gestiftet zu dem Zwecke, daß die Zinsen jährlich an zwei Ortsarme verteilt würden. Diese Stiftung bestand bis 1922. Sie wurde durch die Inflation nach dem ersten Weltkriege zunichte.

Die Bilas haben sich 1806 im Krieg Preußens gegen Frankreich hervorgetan.

1858 soll der Besitzer der Leutnant Friedrich von Bila gewesen sein.

Oskar von Bila, geboren 1856, verkaufte das Sundhäuser Gut an die Familie Schreiber und zog nach Nordhausen. Der Bilasche Hof wurde Wohnsitz des Schreiberschen Gutsinspektors. Man sieht es dem Hof an, daß die Firma Schreiber diesen ganzen Hof um jene Zeit hat neu bauen lassen.

 Siehe Wikipedia: Bila (Adelsgeschlecht)